Der Heimatpreis 2026 für die Arbeitsgemeinschaft Lebensmittel-Tisch in Bielefeld
Im Alten Rathaus verleihte Oberbürgermeisterin Christiana Bauer am Donnerstag, den 20.08.2026 den „Heimat-Preis 2026“ der Stadt Bielefeld. In diesem Jahr wurden die Arbeitsgemeinschaft Lebensmittel-Tisch Bielefeld, der Heimatverein Schildesche und die Schulkramkiste ausgezeichnet. Alle drei Projekte bekommen jeweils 5.000 Euro für ihren gesellschaftlichen Einsatz für Bielefeld, das Preisgeld wird vom Land bezahlt.
Christiana Bauer (v.l.) mit den Preisträgern vom Lebensmitteltisch Klaus Milsmann, Thomas Dossier, Ulrich Wienstroth, Franz Schaible, Andreas Beaugrand, Bastian Lehmgruber, Marion Klöpping und Selcuk Icen. Foto: Peter Unger
Oberbürgermeisterin Christiana Bauer sagte: Den Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Kultur, die Heimatpflege oder das soziale Miteinander in Bielefeld würdigt der Preis, der vom Land NRW finanziert wird. Mit „ehrlichem Interesse am anderen“ Verantwortung übernehmen und gemeinsam die Stadt gestalten – das sei heute wichtiger denn je. Zwei der ausgezeichneten Arbeitsgemeinschaften setzen sich für Menschen in schwierigen Lebenslagen ein und fördern damit den gesellschaftlichen Zusammenhang.
Bereits seit 30 Jahren gibt es Lebensmittelverteilstellen in Bielefeld, die sich im April 2022 zur Arbeitsgemeinschaft Lebensmittel-Tisch Bielefeld zusammengeschlossen haben. Verteilstellen in Mitte, Baumheide, Brackwede, Dornberg, Heepen, Sieker und Sennestadt versorgen mehr als 5.000 Bedürftige, für die die Ausgabestellen auch Orte der Begegnung sind, an dem sie Beratung vermittelt bekommen. „Sie lindern nicht nur die materielle Not, sondern schenken auch Hoffnung und Gemeinschaft“, sagte Bauer.
Christiana Bauer (v.l.) mit den Preisträgern vom Lebensmitteltisch, Matthias Blomeier und Ulrich Wienstroth vom Bielefelder Tisch e.V.. Foto: Peter Unger
Matthias Blomeier vom Bielefelder Tisch e.V. betonte, die AG freue sich über die Würdigung ihres sozialen Engagements. Viele Ehrenamtliche stecken „ganz viel Herzblut, Zeit und Kraft“ in ihre Arbeit. Doch diese Hilfe ist höchst umstritten, weil der Staat seine Aufgabe der Armutsbekämpfung auf private Initiativen abwälzt und die Folgen, aber nicht die Ursachen von Armut, mit unzureichenden Regelsätzen, kuriert. Außerdem erzeuge der Gang zu Tafeln oft Scham, sorge für Stigmatisierung und Abwertung als Mensch zweiter Klasse.
Das Geld wird die Arbeitsgemeinschaft Lebensmittel-Tisch Bielefeld in dringend benötigte Arbeitsmaterialien investieren um so etwas besser auf die prekäre soziale Situation in unserer Stadt reagieren zu können.
Ihr Bielefelder Tisch